Laut einer IfM-Studie wurden in Deutschland zwischen 2018 und 2022 etwa 150 000 Unternehmen verkauft. Für den Zeitraum 2022 bis 2026 prognostiziert das IfM rund 190 000 Unternehmenstransaktionen, ein Plus von ca. 25 % gegenüber dem vorherigen Zeitraum.
Du bist also in guter Gesellschaft, wenn du mit dem Gedanken spielst, ein Unternehmen zu kaufen.
Egal, ob du ein etabliertes Online-Business übernehmen, ein vielversprechendes Start-up akquirieren oder ein traditionelles Unternehmen kaufen möchtest: Der Kauf eines bestehenden Geschäfts bietet dir viele Vorteile.
Statt mit einer Existenzgründung bei null anzufangen, übernimmst du beim Unternehmenskauf ein funktionierendes Geschäftsmodell mit bestehenden Kunden, eingespielten Prozessen und nachweisbaren Umsätzen.
Doch ohne das richtige Wissen können auch erhebliche Risiken entstehen.
Dieser umfassende Leitfaden führt dich Schritt für Schritt durch den gesamten Prozess: von der ersten Idee bis zum erfolgreichen Abschluss. Du erfährst, worauf du achten musst, wenn du ein Unternehmen kaufst, welche Finanzierungsmöglichkeiten es gibt und wie du die häufigsten Fehler vermeidest.
Definition und Überblick
Der Unternehmenskauf, auch als Akquisition oder Übernahme bezeichnet, ist der Erwerb eines bestehenden Geschäftsbetriebs durch einen neuen Eigentümer.
Grundsätzlich unterscheidet man zwei Hauptformen der Unternehmensübernahme.
Beim Asset-Deal erwirbst du einzelne Vermögenswerte des Unternehmens. Dazu zählen etwa Maschinen, Patente, Websites, Kundenstämme oder Produkt- und Markenrechte. Diese Variante bietet mehr Flexibilität, da du gezielt auswählen kannst, welche Bestandteile du übernehmen möchtest.
Der Share-Deal hingegen bezeichnet den Kauf von Gesellschaftsanteilen, wodurch du das Unternehmen als Ganzes übernimmst, inklusive aller Verbindlichkeiten und Verpflichtungen.
Typische Unternehmensarten, die zum Verkauf stehen:
- Traditionelle KMU aus Handel, Handwerk und Dienstleistung
- E-Commerce-Shops
- Software-as-a-Service (SaaS) Unternehmen
- Content-Websites und Affiliate-Portale
- Start-ups in verschiedenen Wachstumsphasen
- Franchise-Betriebe
Besonders im digitalen Zeitalter gewinnt der Kauf von Online-Unternehmen zunehmend an Bedeutung, da sich diese Geschäftsmodelle oft durch Skalierbarkeit, niedrige Betriebskosten und ortsunabhängige Führung auszeichnen.
Vorteile und Risiken beim Unternehmenskauf
Bevor du den Entschluss fasst, eine bestehende Firma zu kaufen, solltest du die Vor- und Nachteile sorgfältig abwägen.
Die wichtigsten Vorteile
Der größte Vorteil liegt auf der Hand: Du überspringst die riskante Gründungsphase. Statistiken zeigen, dass etwa 90 Prozent aller Start-ups innerhalb der ersten drei Jahre scheitern. Mit dem Kauf eines etablierten Unternehmens erwirbst du ein bereits funktionierendes Geschäftsmodell mit nachgewiesener Marktnachfrage.
Ebenso profitierst du von bestehenden Strukturen. Kundenbeziehungen, Lieferantenverträge, eingespielte Mitarbeiterteams und etablierte Prozesse sind bereits vorhanden. Du erhältst Cashflow ab dem ersten Tag, während Neugründer oft Monate oder Jahre auf erste Einnahmen warten müssen.
Ein weiterer entscheidender Vorteil für dich ist die Finanzierbarkeit. Banken und Investoren bevorzugen die Finanzierung etablierter Unternehmen mit einer nachweisbaren Erfolgsgeschichte gegenüber unerprobten Geschäftsideen. Die historischen Finanzdaten helfen, eine realistische Bewertung vorzunehmen und damit das Risiko für alle Beteiligten zu senken.
Die Risiken und Herausforderungen
Das größte Risiko sind definitiv versteckte Probleme, die erst nach der Übernahme sichtbar werden. Dazu gehören unentdeckte Schulden, unzufriedene Kunden, schwebende Rechtsstreitigkeiten, veraltete Strukturen und Technologie oder eine toxische Unternehmenskultur. Jedoch keine Sorge: Diese Risiken lassen sich durch eine gründliche Due Diligence erheblich reduzieren. Mehr dazu später.
Die Abhängigkeit vom Vorbesitzer stellt eine weitere Herausforderung dar. Oft sind wichtige Kunden- und Lieferantenbeziehungen oder Geschäftsgeheimnisse eng mit der Person des bisherigen Eigentümers verknüpft. Wenn dieser das Unternehmen verlässt, können wertvolle Assets verloren gehen.
Schließlich besteht das Risiko der Überbewertung. Verkäufer neigen dazu, ihre Firma (und ihr Lebenswerk) emotional zu bewerten und unrealistische Preisvorstellungen zu formulieren. Ohne eine professionelle Unternehmensbewertung zahlst du schnell zu viel.
Der Kaufprozess Schritt für Schritt
Ein erfolgreicher Unternehmenskauf folgt einem strukturierten Prozess. Die folgenden Schritte helfen dir, systematisch vorzugehen und typische Fallstricke zu vermeiden.
Schritt 1: Selbstanalyse und Zielsetzung
Bevor du aktiv nach Kaufobjekten suchst, solltest du deine eigenen Ziele, Fähigkeiten und finanziellen Möglichkeiten analysieren.
- Welche Branche interessiert dich und wo hast du Erfahrung?
- Wie viel Kapital steht dir zur Verfügung?
- Wie viel Zeit kannst und willst du investieren?
- Suchst du ein Vollzeit-Engagement oder ein passives Investment?
- Welche Unternehmensgröße passt zu deinen Fähigkeiten?
- Welche Managementerfahrung bringst du mit?
Schritt 2: Die Suche nach dem richtigen Unternehmen
Die Suche nach dem passenden Unternehmen erfordert Geduld und die richtigen Quellen mit Verkaufsobjekten.
Spezialisierte Online-Marktplätze wie Traderoo 🇩🇪 (Fokus auf die DACH-Region) oder Empire Flippers 🇺🇸 und MicroAcquire 🇺🇸 (USA-Fokus) bieten eine Vielzahl digitaler Unternehmen zum Verkauf an.
Klassische Unternehmensbörsen wie die DUB Unternehmensbörse, nexxt-change oder spezialisierte M&A-Berater listen Offline-Unternehmen verschiedener Branchen.
Networking spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Manchmal lohnt es sich, Unternehmer direkt anzusprechen, auch wenn sie nicht aktiv verkaufen wollen. Genauso wissen oft Steuerberater, Anwälte und Unternehmensberater von Verkaufsabsichten, bevor diese öffentlich werden.
Schritt 3: Erste Bewertung und Kontaktaufnahme
Hast du interessante Kandidaten identifiziert, folgt die erste Bewertung auf Basis öffentlich verfügbarer Informationen.
- Passen Größe und Kennzahlen (Umsatz, EBIT) zu deinem Budget?
- Ist das Geschäftsmodell nachvollziehbar?
- Gibt es offensichtliche Warnsignale?
Bei Interesse nimmst du Kontakt auf (typischerweise über einen Berater oder eine Plattform) und unterzeichnest in der Regel eine Vertraulichkeitsvereinbarung (NDA), bevor du detaillierte Informationen erhältst.
Schritt 4: Erste Due Diligence durchführen
Die Due Diligence ist das Herzstück jedes Unternehmenskaufs.
Hier prüfst du dein Akquiseziel finanziell und operativ auf Herz und Nieren. Dazu später mehr im Detail.
Schritt 5: Letter of Intent und intensive Due Diligence
Nach einer erfolgreichen ersten Due Diligence verhandelst du den Kaufpreis und die Konditionen.
Bei ernsthaftem Interesse unterzeichnen beide Parteien einen Letter of Intent (LOI). Dieses unverbindliche Dokument legt die grundlegenden Eckpunkte der Transaktion fest und signalisiert die Absicht, in exklusive Verhandlungen einzutreten.
Ab diesem Zeitpunkt beginnt die intensive Due-Diligence-Phase.
Schritt 6: Kaufvertrag
Nach erfolgreicher Prüfung folgen die abschließenden Vertragsverhandlungen.
Der Kaufvertrag regelt alle Details der Transaktion, einschließlich des Kaufpreises, der Zahlungsmodalitäten, der Garantien und der Gewährleistungen. Die Unterzeichnung markiert den rechtlichen Eigentumsübergang.
Schritt 7: Übergabe und Integration
Die Übergabephase ist kritisch. Plane ausreichend Zeit für Einarbeitung, Wissenstransfer und die Vorstellung bei wichtigen Stakeholdern ein.
Finanzierung: So stemmst du den Kaufpreis
Die Finanzierung ist oft die größte Hürde beim Firmenkauf. Glücklicherweise gibt es verschiedene Optionen der Unternehmensfinanzierung, die sich auch kombinieren lassen.
Eigenkapital und Ersparnisse
Die klassische Variante: Du finanzierst den Kauf aus deinen eigenen Mitteln.
Je mehr Eigenkapital du einbringst, desto besser stehst du bei Verhandlungen mit Banken und Verkäufern da. Als Faustregel gilt: Mindestens 15-20% des Kaufpreises solltest du selbst aufbringen können.
Bankfinanzierung und Förderkredite
Klassische Bankkredite sind eine häufige Finanzierungsquelle. Für die Bewilligung benötigst du einen soliden Businessplan, nachvollziehbare Unternehmenszahlen und idealerweise Sicherheiten.
Die KfW-Bank bietet spezielle Förderprogramme für Unternehmensnachfolgen mit attraktiven Konditionen. Der ERP-Gründerkredit oder das ERP-Kapital für Gründung können den Unternehmenskauf erleichtern.
Verkäuferdarlehen
Viele Verkäufer sind bereit, einen Teil des Kaufpreises zu stunden. Das zeigt Vertrauen in das eigene Unternehmen und reduziert dein Anfangsrisiko. Typische Konstellationen: 60-70% bei Übergabe, der Rest über 1-3 Jahre.
Earn-Out-Modelle
Bei einem Earn-Out hängt ein Teil des Kaufpreises von der zukünftigen Performance ab. Erreicht das Unternehmen bestimmte Meilensteine, erhält der Verkäufer zusätzliche Zahlungen.
Diese Struktur reduziert das Risiko für dich als Käufer.
Investoren und Private Equity
Business Angels oder Private-Equity-Gesellschaften können als Co-Investoren einsteigen. Du gibst Anteile ab, gewinnst aber Kapital und oft auch wertvolle Expertise.
Due Diligence
Die Due Diligence entscheidet über den Erfolg oder Misserfolg deines Unternehmenskaufs. Hier prüfst du alle relevanten Aspekte des Zielunternehmens.
Finanzielle Due Diligence
Analysiere die Finanzdaten der letzten drei bis fünf Jahre.
- Gewinn- und Verlustrechnung: Achte auf Trends, Saisonalität und Einmaleffekte.
- Bilanz: Wie hoch sind die Vermögenswerte, die Schulden und das Eigenkapital?
- Cashflow: Generiert das Unternehmen ausreichend liquide Mittel?
- Kundenstamm: Wie verteilt sich der Umsatz auf die Kunden des Unternehmens? Ein Unternehmen, das 80% des Umsatzes mit einem Kunden macht, ist riskant.
- Verbindlichkeiten: Gibt es versteckte Schulden oder ausstehende Steuern?
Bei Online-Businesses kommen spezifische Metriken hinzu, wie z.B. Traffic-Quellen, Conversion-Rates, Akquisekosten, Customer Lifetime Value oder Churn Rate. Detaillierte Informationen findest du in unserem ausführlichen Artikel zur Due Diligence für Online-Unternehmen.
Operative Due Diligence
Hier geht es um das Tagesgeschäft:
- Wie sind die Prozesse dokumentiert?
- Welche Tools und Systeme werden genutzt?
- Wie hoch ist der tatsächliche Arbeitsaufwand?
- Gibt es kritische Abhängigkeiten von einzelnen Mitarbeitern, Kunden oder Lieferanten?
Rechtliche Due Diligence
Beauftrage einen spezialisierten Anwalt, um die rechtlichen Aspekte zu prüfen:
Gesellschaftsverträge, Handelsregisterauszüge, bestehende Verträge mit Kunden und Lieferanten, Arbeitsverträge, Marken- und gewerbliche Schutzrechte, anhängige Rechtsstreitigkeiten sowie regulatorische Anforderungen.
Bei Online-Unternehmen sind Datenschutz-Compliance und die rechtmäßige Nutzung von Software-Lizenzen besonders wichtig.
Markt- und Wettbewerbsanalyse
Verstehe den Markt, in dem das Unternehmen agiert:
- Wie entwickelt sich die Branche?
- Wer sind die Hauptwettbewerber?
- Welche Trends könnten das Geschäftsmodell bedrohen oder beflügeln?
Technische Due Diligence
Bei digitalen Unternehmen ist die technische Prüfung besonders wichtig:
- Website- und SEO-Performance
- Code-Qualität
- Sicherheit und Backup-Systeme
- Übertragbarkeit von Domains, Hosting und Tools
Häufig gestellte Fragen zur Due Diligence
Wie lange dauert eine Due Diligence?
Typischerweise vier bis acht Wochen, abhängig von der Komplexität.
Wer trägt die Kosten?
In der Regel der Käufer, da er die Prüfung beauftragt.
Was passiert bei negativen Erkenntnissen?
Nachverhandlung des Kaufpreises, zusätzliche Garantien oder Abbruch der Transaktion.
Rechtliche Aspekte
Der rechtliche Rahmen eines Unternehmenskaufs ist komplex. Folgende Punkte solltest du berücksichtigen und mit dem Anwalt deines Vertrauens besprechen.
Asset Deal vs. Share Deal
Beim Asset-Deal kaufst du einzelne Vermögenswerte des Unternehmens: Inventar, Maschinen, Kundenverträge, Domains. Du übernimmst nur das, was explizit vereinbart wurde.
Beim Share-Deal kaufst du Anteile an der Gesellschaft. Du übernimmst das Unternehmen als Ganzes, inklusive aller Rechte und Pflichten, auch unbekannter Verbindlichkeiten.
Für dich als Käufer ist der Asset-Deal oft sicherer, weil du genau weißt, was du bekommst. Für Verkäufer kann jedoch ein Share-Deal steuerlich attraktiver sein.
Der Kaufvertrag
Ein wasserdichter Kaufvertrag ist unverzichtbar. Wichtige Bestandteile:
- Kaufgegenstand: Was genau wird verkauft?
- Kaufpreis und Zahlungsmodalitäten: Wann wird wie viel gezahlt?
- Garantien und Gewährleistungen: Welche Zusicherungen macht der Verkäufer?
- Wettbewerbsverbot: Darf der Verkäufer ein konkurrierendes Unternehmen gründen?
- Übergaberegelungen: Wie lange steht der Verkäufer für die Einarbeitung zur Verfügung?
- Haftungsbegrenzungen: Wie werden Risiken verteilt?
Für Online-Unternehmen kannst du dir unsere kostenlose Vorlage für einen Kaufvertrag hier herunterladen.
Arbeitsrechtliche Aspekte
Bei Unternehmen mit Mitarbeitern und einem Share-Deal greift § 613a BGB: Arbeitsverhältnisse gehen automatisch auf den Käufer über.
Du kannst Mitarbeiter nicht einfach entlassen, nur weil du das Unternehmen übernimmst.
Steuerliche Gestaltung
Die steuerlichen Auswirkungen eines Firmenkaufs sind erheblich. Lass dich frühzeitig von einem erfahrenen Steuerberater beraten. Die richtige Struktur kann dir Tausende Euro sparen.
Unternehmensbewertung verstehen
Die Bewertung eines Unternehmens ist keine exakte Wissenschaft, aber es gibt bewährte Methoden.
Die Multiplikator-Methode
Bei dieser Methode werden Kennzahlen vergleichbarer Unternehmen herangezogen. Typische Multiplikatoren sind das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), das Kurs-Umsatz-Verhältnis oder EBITDA-Multiplikatoren. Für gesunde Unternehmen liegt dieser Multiplikator typischerweise zwischen 20 und 50 (bezogen auf den Monatsgewinn) – also dem 1,5- bis 4-fachen des Jahresgewinns.
Der Vorteil dieser Methode liegt in der Marktnähe und der einfachen Anwendung, allerdings ist es manchmal schwierig, wirklich vergleichbare Unternehmen zu finden.
Das Ertragswertverfahren
Diese Bewertungsmethode konzentriert sich auf die künftigen Erträge des Unternehmens. Dabei werden erwartete Gewinne oder Cashflows auf den heutigen Zeitpunkt abgezinst. Das Discounted-Cashflow-Verfahren (DCF) ist hier die bekannteste Variante.
Der Vorteil liegt in der zukunftsorientierten Perspektive, allerdings basiert die Bewertung stark auf Annahmen über die Zukunft.
Die Substanzwert-Methode
Hier wird der Unternehmenswert aus den Vermögenswerten abzüglich der Schulden ermittelt. Man unterscheidet zwischen dem Buchwert (basierend auf Bilanzwerten) und dem Liquidationswert (dem, was bei Verkauf der Vermögenswerte erzielt werden könnte).
Diese Methode eignet sich besonders für assetintensive Unternehmen (z.B. Energieversorger, Transport, Bergbau).
Kostenlose Bewertungstools nutzen
Für eine erste Einschätzung kannst du Online-Tools nutzen. Der Website-Wert-Rechner von Traderoo beispielsweise gibt dir eine schnelle Einschätzung, wie viel dein Online-Wunschunternehmen ungefähr wert sein könnte.
Bedenke aber: Eine professionelle Bewertung durch einen erfahrenen Berater ersetzt kein Online-Tool, insbesondere bei größeren Transaktionen.
Häufig gestellte Fragen beim Unternehmenskauf
Wie viel Eigenkapital brauche ich, um ein Unternehmen zu kaufen?
Als Faustregel solltest du mindestens 15-20% des Kaufpreises als Eigenkapital mitbringen.
Je mehr Eigenkapital du einbringst, desto besser ist deine Verhandlungsposition beim Kaufpreis. Außerdem erhältst du bessere Konditionen bei der Fremdfinanzierung.
Wie lange dauert ein Unternehmenskauf?
Von der ersten Kontaktaufnahme bis zum Abschluss vergehen typischerweise 3-6 Monate. Kleinere Online-Projekte können bereits in wenigen Wochen den Besitzer wechseln. Bei komplexeren Transaktionen oder wenn eine Finanzierung benötigt wird, kann es auch länger dauern.
Welche Unternehmen eignen sich für Einsteiger?
Für Erstkäufer empfehlen sich Unternehmen mit klaren, dokumentierten Prozessen, überschaubarer Komplexität und einem Verkäufer, der für eine ordentliche Übergabe zur Verfügung steht. Online-Businesses wie kleine E-Commerce-Shops oder etablierte Affiliate-Projekte sind oft gute Einstiegsmöglichkeiten.
Was ist der Unterschied zwischen Unternehmenskauf und Unternehmensnachfolge?
Die Begriffe werden oft synonym verwendet. Unternehmensnachfolge betont stärker den Aspekt der Kontinuität, typischerweise bei inhabergeführten Unternehmen, deren Gründer in den Ruhestand gehen. Der Begriff Unternehmenskauf ist neutraler und umfasst auch strategische Akquisitionen oder den Kauf einer Firma.
Brauche ich einen Anwalt und einen Steuerberater?
Unbedingt. Die Kosten für professionelle Beratung sind gut investiertes Geld.
Ein erfahrener M&A-Anwalt schützt dich vor teuren Fehlern im Kaufvertrag. Ein Steuerberater hilft dir, die Transaktion steueroptimal zu strukturieren. Bei größeren Deals lohnt sich auch ein spezialisierter M&A-Berater.
Wie schütze ich mich vor Betrug?
Mehrere Maßnahmen reduzieren dein Risiko erheblich:
- Nutze seriöse Plattformen, um Unternehmen zu finden
- Führe eine gründliche Due Diligence durch
- Verifiziere alle Angaben unabhängig
- Lass den Kaufvertrag von einem Anwalt prüfen
- Vereinbare Garantien und Gewährleistungen
Plattformen wie Traderoo prüfen Projekte vor der Listung auf Qualitätskriterien und bieten über Escrow.com eine sichere Zahlungsabwicklung an. So sind beide Seiten geschützt.
Was passiert, wenn nach dem Kauf Probleme auftreten?
Das hängt von deinem Kaufvertrag ab. Gut verhandelte Garantien und Gewährleistungen geben dir Ansprüche gegen den Verkäufer, wenn sich Zusicherungen als falsch herausstellen. Bei Transaktionen über Treuhandservices gibt es zudem Dispute-Resolution-Prozesse.
Grundsätzlich gilt: Je gründlicher die Due Diligence, desto weniger böse Überraschungen.
Checkliste: Bist du bereit, ein Unternehmen zu kaufen?
Bevor du den Schritt wagst, gehe diese Punkte durch:
Persönliche Voraussetzungen:
- Du hast klare Vorstellungen von Branche und Unternehmensgröße
- Du bringst relevante Erfahrungen oder Lernbereitschaft mit
- Du hast ausreichend Zeit für Due Diligence und Übernahme eingeplant
- Du bist mental auf die Herausforderungen vorbereitet
Finanzielle Voraussetzungen:
- Du hast mindestens 15-20% Eigenkapital verfügbar
- Du hast Finanzierungsoptionen geprüft
- Du hast einen Puffer für unerwartete Kosten eingeplant
- Du kannst die ersten Monate auch bei schwächerem Umsatz überbrücken
Professionelle Unterstützung:
- Du hast einen Anwalt mit M&A-Erfahrung identifiziert
- Du hast einen Steuerberater, der dich begleitet
- Du weißt, wo du seriöse Unternehmen zum Kauf findest
Fazit
Ein Unternehmen zu kaufen, ist eine der schnellsten Möglichkeiten, selbstständig zu werden – wenn du es richtig angehst. Du überspringst die riskante Gründungsphase und startest mit einem funktionierenden Geschäftsmodell, bestehenden Kunden und bewährten Prozessen.
Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Vorbereitung: Definiere klar, was du suchst. Nimm dir ausreichend Zeit für diese Suche und lass dich nicht unter Druck setzen. Führe eine gründliche Due Diligence durch. Lass dich von Profis beraten. Und nutze sichere Transaktionswege, um dein Investment zu schützen.
Die Risiken sind real, aber beherrschbar. Mit dem Wissen aus diesem Leitfaden bist du gut gerüstet, um die richtigen Fragen zu stellen und fundierte Entscheidungen zu treffen.
Bereit für den nächsten Schritt?
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